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MuM-MESUT: Mathematisches Verständnis entwickeln mit ganzheitlicher oder fokussierter SprachUnTerstützung

MESUT 1: Empirische Studie zur differentiellen Wirksamkeit sprach- und fachintegrierter Förderansätze am Beispiel des Umgangs mit Brüchen

MESUT 2: - Empirische Studie zu differentiellen Gelingensbedingungen fach- und sprachintegrierter Förderungen im Angebots-Nutzungs-Modell

Projektleitung:

Prof. Dr. Susanne Prediger & Dr. Kiratin Erath (für MESUT 2)

Projektteam:

MESUT 1: Dr. Lena Wessel & Dr. Kirstin Erath

MESUT 2: Kim Quabeck

Laufzeit: November 2014 - September 2017 und September 2018 - August 2021
Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Normalverfahren mit 231.000 € (MESUT 1) und 505 000 € (MESUT 2)
Publikationen aus dem Projekt
  • Erath, K. & Prediger, S. (2018). What characterizes quality of mathematics classroom interaction for supporting language learners? Disentangling a complex phenomenon. In N. Planas & M. Schütte (Hrsg.), Proceedings of ETC4 - Fourth ERME Topic Conference ‘Classroom-Based Research on Mathematics and Language’ (S. 49–56). Dresden: ERME / HAL.
  • Erath, K. (2018). Creating space and supporting vulnerable learners. Teachers’ options for facilitating participation in oral explanations and the corresponding epistemic processes. In R. Hunter, M. Civil, B. Herbel-Eisenmann, N. Planas & D. Wagner (Hrsg.), Mathematical discourse that breaks barriers and creates space for marginalized learners (S. 39–60). Rotterdam, Die Niederlande: Sense Publishers.
  • Erath, K. (2017). Talking about conceptual knowledge. Case study on challenges for students with low language proficiency. In B. Kaur, W.K. Ho, T.L. Toh, & B.H. Choy (Hrsg.), Proceedings of the 41st Conference of the International Group for the Psychology of Mathematics Education (Band 2, S. 321–328). Singapore: PME.
  • Wessel, L. (2018). How do students develop lexical means for understanding the concept of relative frequency? Empirical insights on the basis of trace analyses. In Dooley, T. & Gueudet, G. (Hrsg.), Proceedings of the Tenth Congress of the European Society for Research in Mathematics Education (CERME10, February 1 – 5, 2017) (S. 13881395). Dublin, Ireland: DCU Institute of Education and ERME.
  • Wessel, L., & Prediger, S. (2017). Differentielle Förderbedarfe je nach Sprachhintergrund? Analysen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen sprachlich starken und schwachen, einsprachigen und mehrsprachigen Lernenden. In D. Leiss, M. Hagena, A. Neumann, & K. Schwippert (Hrsg.), Mathematik und Sprache - Empirischer Forschungsstand und unterrichtliche Herausforderungen (S. 165-187). Münster: Waxmann.

  • Wessel, L. & Erath, K. (in press). Theoretical frameworks for designing and analyzing language-responsive mathematics teaching-learning arrangements. ZDM Mathematics Education. Share-it-Link


 

Zusammenfassung:

Die Bedeutung von Sprachhintergründen für die Mathematikleistungen sind gerade im Bereich des konzeptuellen Verständnisses vielfach empirisch belegt. Wenig empirisch konsolidiertes Wissen gibt es jedoch darüber, welche Maßnahmen sprach- und fachintegrierter Förderung tatsächlich zur Entwicklung des konzeptuellen Verständnisses und der Sprachleistung beitragen können: sind es eher die ganzheitlichen Anregungen zur Kommunikation oder zusätzlich fokussiertere Sprachangebote auf Wort- und Satzebene?

In der beantragten Interventionsstudie sollen daher am Beispiel des Umgangs mit Brüchen zwei Varianten der fach- und sprachintegrierten Förderung verglichen werden. Im Prä-Post-Follow-up-Design werden sie bzgl. zweier abhängiger Variable untersucht, 1. verstehensbezogene Mathematikleistung und 2. themenbezogene Sprachleistung.

Verglichen werden als unabhängige Variable zwei Interventionsformen (plus Kontrollgruppe): ganzheitliche Förderung des konzeptuellen Verständnisses mit ganzheitlicher Kommunikationsanregung und eine Förderung , die zusätzlich fokussierte Erarbeitung der themenbezogenen Sprachmittel auf Wort- und Satzebene anbietet.

Die quantitative Untersuchung der Wirksamkeit wird trianguliert durch qualitative Beforschung der Lernprozesse während der Förderungen. Dabei werden die situativen Wirkungen einzelner Fördermaßnahmen aus den zwei Förderungen auf die Erweiterung des Repertoires sprachlicher Mittel und auf die Vertiefung der verstehensbezogenen Mathematikleistung interpretativ rekonstruiert.

Die quantitativen Befunde und die qualitativen Detailanalysen der Prozesse leisten je spezifische Beiträge zur Theoriebildung bzgl. fachbezogener Sprachförderung.