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MuM-MESUT: Mathematisches Verständnis entwickeln mit ganzheitlicher oder fokussierter SprachUnTerstützung - Empirische Studie zur differentiellen Wirksamkeit sprach- und fachintegrierter Förderansätze am Beispiel des Umgangs mit Brüchen

Projektleitung:

Prof. Dr. Susanne Prediger

Projektteam:

Dr. Lena Wessel
Dr. Kirstin Erath

Laufzeit: November 2014 - September 2017
Gefördert von: Deutsche Forschungsgemeinschaft -
Normalverfahren mit 231.000 €
Publikationen aus dem Projekt

Wessel, L., & Prediger, S. (2017). Differentielle Förderbedarfe je nach Sprachhintergrund? Analysen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen sprachlich starken und schwachen, einsprachigen und mehrsprachigen Lernenden. In D. Leiss, M. Hagena, A. Neumann, & K. Schwippert (Hrsg.), Mathematik und Sprache - Empirischer Forschungsstand und unterrichtliche Herausforderungen (S. 165-187). Münster: Waxmann.

Prediger, Susanne & Wessel, Lena (im Druck). Brauchen mehrsprachige Jugendliche eine andere fach- und sprach­integrierte Förderung als einsprachige? Differentielle Analysen zur Wirksamkeit zweier Interventionen in Mathematik. Erscheint in Zeitschrift für Erziehungswissenschaft.

Zusammenfassung:

Die Bedeutung von Sprachhintergründen für die Mathematikleistungen sind gerade im Bereich des konzeptuellen Verständnisses vielfach empirisch belegt. Wenig empirisch konsolidiertes Wissen gibt es jedoch darüber, welche Maßnahmen sprach- und fachintegrierter Förderung tatsächlich zur Entwicklung des konzeptuellen Verständnisses und der Sprachleistung beitragen können: sind es eher die ganzheitlichen Anregungen zur Kommunikation oder zusätzlich fokussiertere Sprachangebote auf Wort- und Satzebene?

In der beantragten Interventionsstudie sollen daher am Beispiel des Umgangs mit Brüchen zwei Varianten der fach- und sprachintegrierten Förderung verglichen werden. Im Prä-Post-Follow-up-Design werden sie bzgl. zweier abhängiger Variable untersucht, 1. verstehensbezogene Mathematikleistung und 2. themenbezogene Sprachleistung.

Verglichen werden als unabhängige Variable zwei Interventionsformen (plus Kontrollgruppe): ganzheitliche Förderung des konzeptuellen Verständnisses mit ganzheitlicher Kommunikationsanregung und eine Förderung , die zusätzlich fokussierte Erarbeitung der themenbezogenen Sprachmittel auf Wort- und Satzebene anbietet.

Die quantitative Untersuchung der Wirksamkeit wird trianguliert durch qualitative Beforschung der Lernprozesse während der Förderungen. Dabei werden die situativen Wirkungen einzelner Fördermaßnahmen aus den zwei Förderungen auf die Erweiterung des Repertoires sprachlicher Mittel und auf die Vertiefung der verstehensbezogenen Mathematikleistung interpretativ rekonstruiert.

Die quantitativen Befunde und die qualitativen Detailanalysen der Prozesse leisten je spezifische Beiträge zur Theoriebildung bzgl. fachbezogener Sprachförderung.