In diesem Forschungsvorhaben werden Beziehungen zwischen theoretischen Ansätzen aus der Epistemologie und aus der funktionalen Argumentationsanalyse mit dem Ziel hergestellt, beide mathematikdidaktische Forschungsansätze gegenseitig zu bereichern. Dies scheint besonders dann möglich und fruchtbar zu sein, wenn im Unterricht die Entwicklung von Begründungen einhergeht mit der Konstruktion neuer Begriffe, die zur Durchdringung von hinter einem substantiellen Aufgabenformat liegenden mathematischen Strukturen notwendig ist.
Es werden insbesondere im Rahmen der Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten substantielle Aufgabenformate so aufbereitet, dass die Studierenden sie in kleinen Unterrichtsreihen umsetzen können. Die Analyse des entstehenden Datenmaterials fokussiert auf die Konstruktion von Beziehungen zwischen altem Wissen und neuen Strukturen: Von welcher Art ist das von den Kindern neu zu konstruierende Wissen? In welchen argumentativen Funktionen tritt dieses neue Wissen in Begründungen auf, die Lehrperson und Schüler entwickeln? Inwiefern ermöglichen es Aufgabenformate und ggf. herangezogene Veranschaulichungen, im Unterrichtsprozess allgemeine Begründungen anhand von Beispielen zu entwickeln?
Projektleitung: Marcus Nührenbörger, Ralph Schwarzkopf
Laufzeit: 2009-...
Mit Beginn des Wintersemesters 2011/2012 hat die Deutsche Telekom Stiftung das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik eingerichtet. Aufgebaut und betrieben wird das Zentrum von einem Hochschulkonsortium unter Federführung der Humboldt-Universität zu Berlin. Weitere Partner sind die Freie Universität Berlin, die Deutsche Universität für Weiterbildung sowie die Universitäten in Bochum, Dortmund,Duisburg-Essen, Freiburg und Paderborn. Das Zentrum macht Lehrkräften und Fortbilden ergänzend zu den bestehenden Fortbildungsprogrammen Angebote, die ihre Kompetenzen weiter stärken und es ihnen ermöglichen, neue Unterrichtsinhalte und -methoden erfolgreich in der täglichen Praxis umzusetzen. Das Augenmerk richtet sich dabei insbesondere auf Mathematiklehrkräfte, die in Grund- und Hauptschulen oder fachfremd unterrichten. Zudem bietet das Zentrum eine Online-Plattform, die Lehrkräfte und Fortbilder über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Lehre informiert und entsprechende Informations- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellt.Weitere Informationen: www.dzlm.de
Projektleitung (am IEEM): Christoph Selter
Externe Partner: Rolf Biehler, Universität Paderborn, Jürg Kramer, Humboldt-Universität zu Berlin, Timo Leuders, H Freiburg, Ada Pellert, Deutsche Universität für Weiterbildung Berlin, Bettina Rösken, Ruhr-Universität Bochum, Günter Törner, Universität Duisburg-Essen, Günter M. Ziegler, Freie Universität Berlin
Beteiligte Mitglieder: Karina Höveler, Stephan Hußmann, Maren Laferi, Marcus Nührenbörger, Susanne Prediger, Martin Reinold
Eine Mathematiklehrerin sieht sich in ihrer Rolle als Gestalterin von Lehr-Lern-Prozessen einer Vielzahl von Anforderungen gegenüber. Neben der Elementarisierung mathematischer Inhalte und der Gestaltung von Lerngelegenheiten ist die Diagnose von Lernendenvorstellungen ein weiteres zentrales Aufgabenfeld.
Die Struktur der universitären Lehrerinnenbildung geht davon aus, dass zur erfolgreichen Bewältigung dieser Aufgabenbereiche ein Netz aus allgemeindidaktischer, fachdidaktischer und fachwissenschaftlicher Kompetenz notwendig ist.
In diesem Projekt wird in verschiedenen Schritten anhand qualitativer Methoden der Frage nachgegangen, welche Strategien Studierende bei der Bearbeitung von fachdidaktischen Diagnoseaufgaben verfolgen. Dabei ist das Ziel des Projekts die Entwicklung eines Modells zur Beschreibung der zur fachdidaktischen Diagnostik notwendigen Kompetenzen.
Dieses Ziel ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem tieferen Verständnis der verschiedenen Lehrer-Kompetenzen und ihres Zusammenwirkens bei der Bewältigung unterrichtlicher Anforderungen.
Projektleitung: Andreas Marx
Laufzeit: 2009-2012
Das Projekt dortMINT ist ein Kooperationsprojekt der verschiedenen an der MINT-Lehrerausbildung beteiligten Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften –Biologie, Chemie, Physik – und Technik) und Institute (ZfL, HDZ, IfS, Rehabilitionswissenschaften). Es implementiert den Schwerpunkt „Diagnose und individuelle Förderung“ breit und nachhaltig in die Lehrerbildung der TU Dortmund. Damit nimmt es aktuelle professionstheoretische Diskussionen und Entwicklungsbemühungen auf und etabliert als einen integrierenden Kern die fächerübergreifende Zusammenarbeit und interdisziplinäre Forschung mit konkreten, bildungspolitisch als wichtig akzentuierten Ausbildungsnotwendigkeiten für künftige Lehrerinnen und Lehrer verbindet.
In drei inhaltlichen Projektmaßnahmen werden die fachwissenschaftlichen, die fachdidaktischen und schulpraktischen Studienanteile der angehenden Lehrerinnen und Lehrer an Förder-, Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie an Gymnasien weiter entwickelt. Zwei strukturelle Maßnahmen – der Aufbau einer MINT-Werkstattt zum Forschenden Lernen und die Ausbildung exzellenter HR-Studierender im Bereich Diagnose und individuelle Förderung – flankieren die drei inhaltlichen Bereiche.
Projektleitung: Stephan Hußmann, Christoph Selter
Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter: Michael Meyer, Marcus Nührenbörger Susanne Prediger sowie Nils Berkemeyer, Wilfried Bos, David-Samuel Di Fuccia, Dittmar Graf, Roland Hirsch, Insa Melle, Elisabeth Moser Opitz, Benjamin Nakhosteen, Erkan Özdil, Bernd Ott, Ralf Schneider, Bettina Seipp, Heike Theyßen, Jan Vahrenhold, Franz B. Wember, Johannes Wildt, Elmar Winters-Ohle
Kooperierende Fachwissenschaftler: Annika Girulat, Karina Höveler, Susanne Prediger, Marcus Nührenbörger, Maike Schindler, Susanne Schnell, Lena Wessel
Laufzeit: 2009-2013
Drittmittel: 1.550.000 € (Deutsche Telekom Stiftung)
Obwohl zahlreiche, hauptsächlich quantitativ angelegte Studien belegen, dass Sach-rechenaufgaben für Schülerinnen und Schüler besonders schwierig zu verstehen (und zu lösen) sind, gibt es kaum interpretativ ausgerichtete Arbeiten, die sich mit den entsprechenden Verstehens- und Verständigungsprozessen im Unterricht auseinan-dersetzen. Das Projekt ist in dieser Forschungslücke angesiedelt und beschäftigt sich u.A. auf der Basis von sozial-epistemologischen Theorien mit den Chancen und Pro-blemen bei der Behandlung von Sachaufgaben (i.W.S.) im Mathematikunterricht der Grundschule.
Projektleitung: Ralph Schwarzkopf
Laufzeit: 2004-...
Das IEEM beteiligt sich am fakultätsübergreifenden "Forschungs- und Nachwuchskolleg Fachdidaktische Entwicklungsforschung zu diagnosegeleiteten Lehr-Lern-Prozessen (FUNKEN)". Ziel der Etablierung des Forschungs- und Nachwuchskollegs ist die Stärkung der unterrichtsnahen fachdidaktischen Forschung, wozu zum einen die Intensivierung der inhaltlichen Kooperation der Dortmunder Fachdidaktiken zählt, zum anderen die systematische Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Inhaltlich knüpft das Kolleg dabei mit der Thematisierung einer prozessbegleitenden Diagnostik und Förderung von individuellen Lern- und Entwicklungsbiographien an eine der zentralen Leitideen der Dortmunder Lehrerbildung an. Auf der methodologischen Ebene basiert die Konzeption des Kollegs auf dem Forschungsprogramm der fachdidaktischen Entwicklungsforschung, im dem das Verstehen und Erklären von Lehr-Lernprozessen auf der einen Seite und ihrer Gestaltung und Veränderung durch Unterrichtsentwicklung auf der anderen Seite konsequent und iterativ aufeinander bezogen werden.
Leitungsteam: Prof. Dr. Susanne Prediger (Sprecherin des Leitungsteams), Prof. Dr. Renate Hinz, Prof. Dr. Stephan Hußmann, Prof. Dr. Bernd Ralle, Prof. Dr. Jörg Thiele (alle TU Dortmund)
Koordination: Michael Link, Bettina Seipp
Laufzeit: 2010-2014
Drittmittel: 1,76 Mio Euro (Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW)
Im Verbund einer Gruppe von Schulforschern und Schulforscherinnen sowie Fachdidaktikern und Fachdidaktikerinnen der Ruhrgebietsuniversitäten und im Rahmen der dort geschlossenen Zielvereinbarung, soll unter Federführung des Instituts für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund die Einführung des Ganztagsgymnasiums erprobt, wissenschaftlich begleitet und praktisch unterstützt werden. In einem Zeitraum von zunächst sechs Jahren (mit Option auf eine Verlängerung um vier Jahre) haben bis zu 30 Gymnasien die Gelegenheit, sich mithilfe intensiver Unterstützung zu Ganztagsgymnasien zu entwickeln. Dabei sollen sie aber nicht nur ihre organisatorische Struktur nachhaltig verändern, sondern die traditionell auf Selektion angelegte gymnasiale Kultur hin zu einer Kultur der individuellen Förderung der bereitstehenden Potenziale bei Schülerinnen und Schülern verändern. Hierzu ist insbesondere die Entwicklung des Unterrichts zentraler Baustein einer Gesamtentwicklung der teilnehmenden Gymnasien. Die Entwicklung wird durch verschiedene Module systematisiert, aber von den Einzelschulen eigenverantwortlich gesteuert. Zur Nutzung von Synergien bei gleichen oder ähnlichen Problemlagen soll eine Netzwerkstruktur, mit regionalen Kernelementen, für innovative und schnelle Lösungen sorgen. Damit verfolgt das gewählte Projektdesign die Zielsetzung einer deutlichen Steigerung der Beteiligung von Jugendlichen aus bildungsfernen Milieus und/oder Migrationshintergrund sowie die Verbesserung der Qualität der Abschlüsse insgesamt.
Projektleitung: Wilfried Bos (TU Dortmund)
Projektpartner: Prof. Dr. Stephan Hußmann (TU Dortmund), Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels (TU Dortmund), Markus Ritter, Joachim Wirth (Ruhr-Universität Bochum), Albert Bremerich-Voß, Detlev Leutner, Hans E. Fischer, Angela Sandmann, Elke Sumfleth (Universität Duisburg Essen)
Laufzeit: 2009-2015
Drittmittel: ca. 7.000.000 €, davon ca. 500.000 € für das IEEM (Mercator Stiftung, MSW)
In diesem Projekt wird ein Fortbildungsmoduls für Grundschullehrkräfte mit Hilfe der im Projekt KIRA (Kinder rechnen anders) erstellten Materialien (Videos und Kinderdokumente) entwickelt. In der Auseinandersetzung mit dem im Fortbildungsmodul bereitgestellten Material sollen Grundschullehrkräfte ...
Im Rahmen einer Vorstudie wird das Fortbildungsmodul zunächst erprobt und an-schließend in der konkreten Umsetzung in der Hauptstudie evaluiert. Dabei werden Schülerdokumente, Schülerinterviews, Videos von Unterrichtsszenen und Lehrerbefragung herangezogen, um die Entwicklung des Unterrichts aufzuzeigen.
Projektleitung: Daniela Götze
Laufzeit: 2009-2012
In einem Projekt zur interpretativen Unterrichtsforschung werden interaktive Verfahren der Etablierung von Passungen und Divergenzen für sprachliche und fachkulturelle Praktiken im Deutsch- und Mathematikunterricht beforscht. Die rekonstruktive Unterrichtsstudie zur Teilhabe an schulischen Vermittlungsprozessen wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Uta Quasthoff aus der Linguistik durchgeführt und gefördert im BMBF-Rahmenprogramm zur Empirischen Bildungsforschung "Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung".
Projektleitung: Susanne Prediger und Uta Quasthoff (Linguistik)
Projektmitarbeiterin: Anna Hümmer, Kirstin Erath, Vivian Heller
Laufzeit: 2012-2015
Drittmittel: 660.000 € im BMBF-Rahmenprogramm zur Empirischen Bildungsforschung "Chancengerechtigkeit und Teilhabe. Sozialer Wandel und Strategien der Förderung", Anteil des IEEM ca. 330.000 €
Kosima ist ein langfristig angelegtes Forschungs- und Entwicklungsprojekt für den Mathematikunterricht der Sekundarstufe I. Im Projekt werden vielfältige Aspekte von mathematischen Lernprozessen in sinnstiftenden Kontexten untersucht. Dabei werden Schritte der Entwicklung und Erforschung von Lernarrangements, der Fortbildung und Auswertung eng aneinander gekoppelt und die Arbeit aller entscheidenden Partner eng miteinander verzahnt. Hochschule, Schulbuchverlag (Cornelsen) und Lehrkräfte aus der Praxis befassen sich mit der Entwicklung und Untersuchung von Lern-arrangements.
Projektleitung: Bärbel Barzel (PH Freiburg), Stephan Hußmann, Timo Leuders (PH Freiburg), Susanne Prediger
Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter: Heinz Laakmann, Bernd Roß, Andrea Schink, Susanne Schnell, Larissa Zwetzschler
Laufzeit: 2006-2016
Kooperationspartner: PH Freiburg
Drittmittel: 1.040.000 €, davon 520.000 € für das IEEM (Cornelsen-Verlag)
Das Projekt geht der Frage nach, wie Lehrerfortbildungen so gestaltet werden können, dass sie den erfolgreichen Transfer von Innovationen im Bildungssystem unterstützen. Dies wird anhand der Einführung der neuen Lehrpläne für den Mathematikunterricht der Grundschule in NRW erforscht. Als Indikatoren für erfolgreichen Transfer verwenden wir (1) die Intensität der Umsetzung des Lehrplans durch die Lehrkräfte, (2) die Beurteilung der Unterrichtsqualität durch die Schüler/-innen und deren Kenntnisse in lehrplantypischen Aufgaben sowie (3) die Bewältigung der Belastung bei den Lehrkräften, die durch die Innovation entsteht.
In einem Feldexperiment mit Prä-Post-Follow-up-Design vergleichen wir drei Versionen einer mehrphasigen Fortbildung: (1) eine fachdidaktisch orientierte Version der Fortbildung, (2) eine Version der Fortbildung, die vor allem die Kooperation der Lehrkräfte stimuliert und (3) eine Version, die beide Merkmale kombiniert. Zusätzlich werden zwei Vergleichsgruppen untersucht. Wir nehmen an, dass die kombinierte Version den Transfererfolg am besten unterstützt. Wir untersuchen zudem, inwieweit sich Merkmale der Lehrpersonen und der Schulen auf die Wirkung der verschiedenen Versionen der Fortbildungen auswirken.
Projektleitung: Cornelia Gräsel (Uni Wuppertal), Christoph Selter
Projektmitarbeiter: Martin Reinold
Laufzeit: 2009-2012
Kooperationspartner: Uni Wuppertal
Drittmittel: 399.000 €, davon 165.000 € für das IEEM (BMBF)
mathe 2000 ist ein 1987 an der Universität Dortmund gegründetes wissenschaftliches Projekt zur Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts aller Stufen ausgehend von einer Auffassung der Mathematik als Wissenschaft von interaktiv erforschbaren Mustern und der Mathematikdidaktik als design science. Im Gegensatz zu einer Spezialisierung auf Einzelfragen der Mathematikdidaktik werden bei mathe 2000 das Design von Lernumgebungen, die empirische Forschung, die Lehrerbildung, die Bildungsberatung und die Öffentlichkeitsarbeit als Gesamtaufgabe gesehen und wahr genommen.
Projektleitung: Gerhard Müller, Marcus Nührenbörger, Christoph Selter, Erich Wittmann
Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter: Kathrin Akinwunmi, Theresa Deutscher, Daniela Götze, Annemarie Gubler-Beck, Karina Höveler, Sabrina Hunke, Maren Laferi, Michael Link, Ulrich Schwaetzer, Ralph Schwarzkopf
Laufzeit: 1987-...
Das Projekt entwickelt und erforscht Unterrichtsstrukturen, -Konzepte und konkrete Materialien zur Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik. Zielgruppe sind insbesondere die 20% der Jugendlichen, welche gemäß der PISA-Studie am Ende der Regelschulzeit nur auf Grundschulniveau rechnen und lediglich elementare Standardaufgaben bewältigen können. Um dem entgegenzuwirken, werden Diagnose- und Fördermaterialien entwickelt, die den Schülerinnen und Schülern sinnstiftendes Lernen ermöglichen und den Lehrerinnen und Lehrern Hintergrundinformationen und Leitfäden zur inhaltlichen und methodischen Gestaltung der Diagnose und Förderung bieten.
Projektleitung: Susanne Prediger, Christoph Selter
Projektbeteiligte IEEM: Kathrin Akinwunmi, Theresa Deutscher, Hans-Wolfgang Henn, Stephan Hußmann, Corinna Mosandl, Marcus Nührenbörger, Andrea Schink, Lara Sprenger
Laufzeit: 2010-2014
Projektpartner: Bärbel Barzel und Timo Leuders (PH Freiburg), Uwe Gellert (FU Berlin), Martin Bonsen (WWU Münster)
Drittmittel: 1.334.000 €, davon 1.021.000 für das IEEM (Deutsche Telekom Stiftung)
Da der Sprachstand in der Unterrichtssprache eine zentrale ursächliche Hürde für schulischen Misserfolg in Mathematik darstellt, ist Sprachförderung eine zentrale Aufgabe jedes Fachunterrichts. Im MuM-Projekt werden fachliche und sprachliche Herausforderungen in ihrem subtilen Zusammenspiel erforscht und auf dieser Basis theoretisch begründete und empiriebasierte Diagnose- und Förderkonzepte entwickelt. Diese werden in einer Entwicklungsforschungsstudie (gefördert durch das BMBF) hinsichtlich ihrer Wirkungen untersucht. Im hochschuldidaktischen Teilprojekt (gefördert im Rahmen von dortMINT) werden Ansätze und Erkenntnisse für die universitäre Lehrerbildung fruchtbar gemacht.
Projektleitung: Susanne Prediger
Projektmitarbeiter: Lena Wessel, Nadine Renk, Nadine Krägeloh
Laufzeit: 2009-2014
Drittmittel: ca. 256.000 €, BMBF und MSW (schulbezogener Teil) und Deutsche Telekom-Stiftung (lehrerbildungsbezogener Teil im Rahmen von dortMINT)
Dieses Projekt ist mir der Entwicklung und Erforschung von Lernumgebungen zum Einsatz von digitalen Medien im Mathematikunterricht der Sekundarschulen befasst: Schwerpunkte liegen auf Interventionsstudien zur Erforschung der Nutzung von Medien als Werkzeuge und der flexiblen Verwendung von digitalen Repräsentationen.
Projektleitung: Stephan Hußmann
Projektmitarbeiter: Heinz Laakmann
Laufzeit: 2007-...
Das Projekt PIK AS ist ein Kooperationsprojekt der Deutschen Telekom Stiftung, des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der TU Dortmund zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts in der Grundschule. Seine primäre Zielsetzung ist die Bereitstellung von Unterstützungsleistungen und die Entwicklung von Unterstützungsmaterialien, die von den Hauptakteuren der fachbezogenen Reform des realen Unterrichts – Lehrerinnen und Lehrern, Mathe-Expertinnen und -Experten, Schulleitungen, Mitgliedern der Kompetenzteams, Fachleiterinnen und -leitern, ... – als hilfreich für ihre Arbeit wahrgenommen und von ihnen genutzt werden. Hierzu arbeiten fünf mit halber Stelle abgeordnete Lehrerinnen, Mitglieder des Instituts für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts (IEEM) sowie des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IfS) über drei Jahre hinweg eng zusammen.
Projektleitung: Christoph Selter, Wilfried Bos
Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter: Nina Drechsler, Daniela Götze, Annika Halbe, Karina Höveler, Insa Hubben, Tobias Huhmann, Simone Hülshorst, Maren Laferi, Cornelia Lüling, Martin Reinold, Beate Sundermann, Jan Wessel, Anne Westermann
Laufzeit: 2009-2014
Kooperationspartner: IfS der TU Dortmund, Prof. Bonsen (Uni Münster),
Drittmittel: 1.089.000 €, davon 838.000 € für das IEEM (Deutsche Telekom Stiftung und MSW NRW)
Die Interventionsstudie in Klasse 5 zielt auf die Sicherung arithmetischen Basiswissens und Könnens. In dem Projekt werden Lernende mit schwachen Mathematikleistungen an Haupt- und Förderschulen gezielt gefördert.
Projektleitung: Elisabeth Moser-Opitz, Susanne Prediger, Stephan Hußmann
Projektmitarbeiterinnen: Okka Fresemann, Ina Matull
Laufzeit: 2009-2012
Drittmittel: 100.000 € (BMBF)
Schwerpunkt dieses Projekts ist die Untersuchung der interaktiven Deutungsprozesse von verfestigt zählenden Kindern, wenn diese in kooperativen Lernsettings mit struktur-fokussierenden Deutungsanregungen konfrontiert werden.
Projektleitung: Uta Häsel-Weide
Laufzeit: 2009-2013
TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study) ist eine international vergleichende Schulleistungsstudie der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA), einem unabhängigen internationalen Zusammenschluss von Forschungseinrichtungen, Wissenschaftlern und Regierungsstellen.
Die Studie wird seit 1995 weltweit in einem vierjährigen Zyklus durchgeführt und dient dazu, mathematische und naturwissenschaftliche Schülerleistung zu untersuchen.
Mit der Untersuchung im Jahr 2011 beteiligt sich Deutschland zum dritten Mal an der Studie. Bereits 1995 nahm Deutschland an TIMSS teil und führte eine Mittel- und Oberstufenuntersuchung durch. Im Gegensatz zu TIMSS 1995 ist TIMSS 2011 wie TIMSS 2007 jedoch eine Grundschuluntersuchung.
In TIMSS werden als potentielle Einflussfaktoren curriculare Vorgaben und zentrale Rahmenbedingungen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts in der Grundschule untersucht. Ziel ist es, mehr über die Einflussfaktoren und somit über Möglichkeiten der Verbesserungen schulischer Förderung in Erfahrung zu bringen.
Projektleitung: Wilfried Bos
Projektpartner: Christoph Selter, Manfred Prenzel (Uni Kiel), Knut Schwippert (Uni Hamburg), Albert Bremerich-Voß (Uni Duisburg-Essen)
Laufzeit: 2009-2012
Kooperationspartner: Uni Kiel, Uni Hamburg, Uni Duisburg-Essen
Drittmittel: 1.745.000 €, davon 125.000 € für das IEEM (BMBF, KMK)
Im Zentrum dieses Projekts steht die Erforschung eines Unterrichtsszenarios zur Entwicklung nicht-zählender Rechenstrategien von im 2. Schuljahr verfestigt zählenden Rechnerinnen und Rechner und der Vergleich der Effekte von eher lehrergesteuerten und eher kooperativ-strukturiert angelegten Unterrichtsbausteinen.
Projektleitung: Elisabeth Moser Opitz, Marcus Nührenbörger
Projektmitarbeiterinnen: Uta Häsel, Claudia Wittich
Laufzeit: 2009-2013