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Institut für Entwicklung und Erfoschung des Mathematikunterrichts

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Aktuelles Programm



Mathematikdidaktisches Kolloquium


19.04.2018 Eye-Tracking als Forschungsmethode zur Erfassung mathematischer Lernprozesse. Möglichkeiten und Grenzen
Jun. Prof. Dr. Maike Schindkler, Universität zu Köln
26.04.2018 Multiplikative Strukturen und die Sprachentwicklung von Grundschulkindern
Prof. Dr. Frode Ronning, Universität Trondheim (NO)
03.05.2018 Nomisches mathematisches Erklären-warum in Problembearbeitungsprozessen von Mathematiklernenden
Prof. Dr. Eva Müller-Hill, Universität Rostock
07.06.2018 "Ich sehe Grüne und Gelbe. Die wechseln." Zur Entwicklung früher mathematischer Musterkompetenzen bei Kindergartenkindern
Prof. Dr. Miriam Lüken, Universität Bielefeld
12.06.2018 Teaching and learning of uncertainty - Selected aspects from a research overview
Prof. David Pratt, University College, Londen (GB)
14.06.2018 Das Projekt "Informatik in der Grundschule (IGS)": Ziele, Forschung, Unterrichtserfahrungen
Alexander Best, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
12.07.2018 Bausteine für eine Didaktik der Informatik in der Grundschule
Prof. Dr. Carsten Schulte, Universität Paderborn
19.07.2018 Stop Motion - eine neue Möglichkeit zur Einsicht in Schülervorstellungen zu Zahlen und elementaren Rechenoperationen?
Dr. Roland Rink, Tu Braunschweig
 

19.04.2018 Eye-Tracking als Forschungsmethode zur Erfassung mathematischer Lernprozesse. Möglichkeiten und Grenzen

Eye-Tracking (ET) - die Erfassung von Blickbewegungen - hat in den letzten Jahren zunehmend an Interesse und Popularität als Forschungsmethode in der Mathematikdidaktik gewonnen. ET hat das Potential, etablierte Forschungsmethoden in der Mathematikdidaktik zu ergänzen und Einblicke zu ermöglichen, die bisherige Erkenntnisse erweitern. Jedoch ist die Interpretation von ET Daten nicht trivial - selbst wenn geeignete, visuell dargestellte Aufgaben zum Einsatz kommen. Wesentliche Gründe hierfür sind die Kontextsensitivität, Ambiguität und Unsicherheit der Interpretation von ET Daten. Im Vortrag werden verschiedene empirische Studien dargestellt, in denen das Potential von Eye-Tracking als Forschungsmethode in der Mathematikdidaktik untersucht wurde. Dabei wurde u.a. den Fragen nachgegangen, wie ET Daten im Kontext mathematischer Aufgabenbearbeitung interpretiert werden können. Die Erkenntnisse liefern Rückschlüsse über die Möglichkeiten und Grenzen von ET als Forschungsmethode. Neben den Resultaten zu Möglichkeiten und Grenzen von Eye-Tracking als Forschungsmethode werden Forschungsergebnisse zu Vorgehensweisen von FünftklässerInnen mit und ohne Rechenschwierigkeiten bei der Anzahlerkennung am 100er Feld und 100er Rahmen präsentiert.

26.04.2018 Multiplikative Strukturen und die Sprachentwicklung von Grundschulkindern

Im Vortrag werde ich von einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt berichten, das sich mit Sprachentwicklung von Grundschulkindern (8-9 Jahre alt) beschäftigt. Im Projekt arbeiten Mathematik-didaktiker und Erziehungswissenschaftler an der Universität mit zwei Grundschulen zusammen. Forscher und Lehrerinnen planen gemeinsam Lehrzyklen, die auf ganz bestimmte Lernziele gerichtet sind. Die Lehrzyklen sind im Rahmen der Theorie didaktischer Situationen (Brousseau, 1997) aufge-baut. Im Projekt wird darauf besonders Gewicht gelegt, Fähigkeiten zu fördern Mathematik schriftlich und mündlich darzustellen, Mathematik zu besprechen, und zu begründen, ob ein Ergebnis richtig oder falsch ist. Ich werde als Beispiele Episoden vom Klassenzimmer benützen, die sich um verschiedene Aspekte von multiplikativen Strukturen handeln. Eine zentrale Frage ist, in welcher Hinsicht der Kontext, in dem die Aufgaben gegeben sind, die Sprache und die semiotischen Darstellungen der Schüler und Schülerinnen beeinflusst.

03.05.2018 Nomisches mathematisches Erklären-warum in Problembearbeitungsprozessen von Mathematiklernenden

Elemente nomischen mathematischen Erklärens (Müller-Hill 2017) lassen sich in schriftlichen Bearbeitungen sowie videographierten Bearbeitungsprozessen geeigneter Problemstellungen durch Mathematiklernende identifizieren und analysieren; insbesondere mit Blick auf die Genese unterschiedlicher Erklärhypothesen, die im weiteren Verlauf geprüft, abgewogen, weiterverfolgt oder verworfen werden. Im Vortrag werden zwei Aspekte und zugehörige Gelingensbedingungen des Hypothesengenerierens theoretisch und empirisch beleuchtet: das Zusammenspiel von Deduktion, Induktion und Abduktion beim situierten vs. systematischen Erklären, sowie die Rolle der Aufzeichnungen als "epistemic mediators" (Magnani 2004) bei instrumentierten Abduktionen (ebd., Rabardel 1995, Vergnaud 1990, Baccaglini-Frank 2010). Den Diskussionsteil leitet die Frage ein, inwieweit aus den Analysen Förderideen gewonnen werden können - Ansätze dazu werden in der Forschungswerkstatt: Mathematik an der Universität Rostock pilotiert.

07.06.2018 "Ich sehe Grüne und Gelbe. Die wechseln." Zur Entwicklung früher mathematischer Musterkompetenzen bei Kindergartenkindern

Mathematik wird häufig als die Wissenschaft von den Mustern bezeichnet. Da verwundert es nicht, dass aktuelle Studien übereinstimmend die Bedeutung von (frühen) Musterkompetenzen für das kindliche Mathematiklernen belegen. Was sehr wohl verwundert ist die Tatsache, dass wir nur wenig über die Entwicklung von mathematischen Musterfähigkeiten - insbesondere in der frühen Kindheit - wissen. Der Vortrag gibt Einblick in eine laufende Studie, die Kindergartenkinder bei Aktivitäten mit sich wiederholenden Musterfolgen beobachtet und befragt. Es zeigt sich, dass bereits junge Kinder verschiedene Sichtweisen auf Muster haben und verschiedene Strategien nutzen, um beispielsweise eine Musterfolge fortzusetzen. Darüber hinaus werden im Vortrag erste Erkenntnisse zur Entwicklung von vorschulischen Muster- und Strukturkompetenzen diskutiert.

12.06.2018 Teaching and learning of uncertainty - Selected aspects from a research overview

The talk discusses research on the teaching and learning of uncertainty, with a particular emphasis on quantifiable aspects as might be represented by probability. It acknowledges earlier reviews of the field by integrating research, especially from the last ten years, with previous studies. In particular, it focusses on three issues, which have become increasingly significant: 1. the realignment of previous work on heuristics and biases; 2. conceptual and experiential engagement with uncertainty; 3. adopting a modeling perspective on probability. The role of the teacher in shaping the learning environment in various critical ways emerges as a key finding.

14.06.2018 Das Projekt "Informatik in der Grundschule (IGS)": Ziele, Forschung, Unterrichtserfahrungen

Eine Integration informatischer Bildung in den Primarbereich dürfte positive Auswirkungen auf verschiedene Bereiche haben: Gender-Gap, Fehlvorstellungen, Handlungskompetenz, Heterogenität etc. Am Arbeitsbereich Didaktik der Informatik der WWU Münster werden informatikbezogene Vorstellungen von Grundschullehrpersonen untersucht, da diese eine wichtige Basis eines fachlich und fachdidaktisch fundierten Unterrichts darstellen und Ausgangspunkt für Fortbildungen sind. Die im Projekt IGS entwickelten Unterrichtsbausteine werden einerseits als methodisches Element in der Forschung eingesetzt und bilden andererseits praxisnahe Unterrichtsmaterialien, die auch in mathematikdidaktischen Seminaren eingesetzt werden.

12.07.2018 Bausteine für eine Didaktik der Informatik in der Grundschule

Ideen und Ansätze für informatische Bildung in der Primarstufe werden ausgehend von einem kooperativen Projekt der Mathematik- und Informatikdidaktik entworfen, in dem eine App zur Vermittlung räumlicher Vorstellungen entwickelt wurde. Ergänzt werden die Überlegungen zum einen durch Erfahrungen und erste Evaluationsergebnisse aus dem Projekt "Informatik an Grundschulen" und zum anderen anhand der Expertise zu "Zieldimensionen informatischer Bildung im Elementar- und Primarbereich" für die Stiftung Haus der kleinen Forscher.Wird nachgereicht!

19.07.2018 Stop Motion - eine neue Möglichkeit zur Einsicht in Schülervorstellungen zu Zahlen und elementaren Rechenoperationen?

Male ein Bild zu der Aufgabe 7+4. Und zwar so, dass ein Kind, das unsere Sprache nicht kennt versteht, was das bedeutet." Radatz (1991) konnte zeigen, dass leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler zu vorgegebenen Zahlen und Termen weniger häufig Bildergeschichten und adäquate Mengenoperationen zeichnen können, als leistungsstärkere Kinder. Sie übertragen die Zahlen und Terme oftmals nur in ein anderes Symbolsystem ohne eine erkennbare Operationsvorstellung. Erfahrungen aus einem Projekt mit rechenschwachen Schülerinnen und Schülern aus Braunschweiger Grundschulen deuten aber darauf hin, dass diese Kinder doch stärker in der Lage sind Operationen in eine andere Darstellung zu übersetzen, wenn sie die Möglichkeit haben, mit bewegten Bildern zu arbeiten. Im Vortrag werden das Projekt und die Ergebnisse vorgestellt.