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Projektinfo

Projekt »mathe 2000«
Universität Dortmund
44221 Dortmund

Hausanschrift:
Vogelpothsweg 87
D-44227 Dortmund
Fon: 02 31 / 755 - 29 47
Fax: 02 31 / 755 - 29 48

Postanschrift:
Universität Dortmund
Projekt »mathe 2000«
D-44221 Dortmund



"mathe 2000" ist ein 1987 an der Universität Dortmund gegründetes wissenschaftliches Projekt zur Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts aller Stufen ausgehend von einer Auffassung der Mathematik als Wissenschaft von interaktiv erforschbaren Mustern und der Mathematikdidaktik als "design science". Im Gegensatz zu einer Spezialisierung auf Einzelfragen der Mathematikdidaktik werden bei "mathe 2000" das Design von Lernumgebungen, die empirische Forschung, die Lehrerbildung, die Bildungsberatung und die Öffentlichkeitsarbeit als Gesamtaufgabe gesehen und wahrgenommen. Die zugrunde liegenden gesellschafts- und bildungspolitischen Vorstellungen sind in dem Taschenbuch Jenseits von PISA. Bildungsreform als Unterrichtsreform. Ein Fünfpunkteprogramm aus systemischer Sicht bündig zusammengefasst.

„mathe 2000“ wurde ins Leben gerufen, um ein Gegengewicht zu pädagogisch-didaktischen Moden und zu bildungspolitischem Aktionismus zu setzen und von einer unabhängigen Position aus Lehrerinnen und Lehrer mit praxistauglichen hochwertigen Materialien konkret zu unterstützen. Bewusst wurde an historische Bemühungen zur Verbesserung von Erziehung und Unterricht angeknüpft, insbesondere an die Werke der vier „Erzväter“ von „mathe 2000“: des amerikanischen Bildungsphilosophen John Dewey (1859-1953), des deutschen Pädagogen und Didaktikers Johannes Kühnel (1869-1928), des Schweizer Psychologen und Erkenntnistheoretikers Jean Piaget (1896-1980) sowie des deutsch-niederländischen Mathematikers Hans Freudenthal (1905-1990).

Eine zentrale Rolle in dem "systemisch-evolutionären" Ansatz von "mathe 2000" spielt der kontinuierliche Ausbau eines Theorie-Praxis-Netzwerks, durch das ein Austausch quer über alle Bereiche hergestellt wird. Das zweibändige "Handbuch produktiver Rechenübungen", das Herzstück von "mathe 2000", spielt hierbei als Basistext eine fundamentale Rolle. Eine Übersicht über das Projekt liefert die Festschrift 10 Jahre mathe 2000. In den ersten 15 Jahren stand die Entwicklung des Mathematikunterrichts der Grundschule im Vordergrund. Ab 2000 wurde intensiv an einem geschlossenen Programm für die mathematische Frühförderung im Kindergarten gearbeitet, das 2006 abgeschlossen wurde. Nächstes Ziel ist die Erweiterung des Ansatzes auf die Sekundarstufe.

Als Logo des Projekts wurde die geometrische Darstellung der ersten vier Zahlen in Dreiecksform gewählt. Diese "Vierzahl" (griechisch "tetraktys") drückte für Pythagoras (um 550 v.Chr.) die Harmonie des Kosmos aus: Bei Halbierung einer gespannten Saite im Verhältnis 1:2 erklingt die Oktave, im Verhältnis 2:3 die Quinte und im Verhältnis 3:4 die Quarte.

Leitfigur für Grundschulkinder ist der schnüffelnde Igel, der eine aktiv-entdeckende Grundeinstellung zum Lernen verkörpert.