Sprungmarken

Servicenavigation

TU Dortmund

Hauptnavigation


Bereichsnavigation

Mathematikdidaktisches Kolloquium

Datum Gastredner Thema Ort
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
02.11.2017
16:30
Herr Martin Brunner
Universität Salzburg / Bundesrealgymnasium Lienz (A)
Inskriptionsrolle und Sprachspiel als nützliche mathematikdidaktische Sichtweisen

Zusammenfassung


Mathematische Darstellungen können im Sinne von Wittgenstein als Sprachspiele betrachtet werden. Bedeutung entsteht in diesen mathematischen Sprachspielen durch die Verwendung der jeweiligen Inskriptionen nach Rollen. Diese Rollen sind durch die in den jeweiligen Sprach-spielen geltenden Verwendungsregeln bestimmt. Analog beziehen mathematische Begriffe ihre Bedeutung aus den invol-vierten Sprachspielen. Bei der deskrip-tiven Anwendung mathematischer Begriffe müssen kontextbezogene in mathematische Sprachspiele übersetzt werden, wobei erstere so gut wie immer als Einklei-dungen mathematischer Sprachspiele gesehen werden müssen. In diesem Sinne hat der Mathematikunterricht zwei zentrale Anliegen: Er dient dem Erwerb von Vertrautheit mit den mathematischen Inskriptionsverwendungen, wie etwa der Verwendung von Inskriptionen als Typen, und dem Erwerb von Übersetzungskompetenz im angeführten Sinne.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
09.11.2017
16:30
Frau Elke Binner
Humboldt-Universität zu Berlin
Fachliche Fortbildungen für Grundschullehrkräfte – Untersuchung qualifikationsheterogener Lerngruppen

Zusammenfassung


Der Umgang mit der Heterogenität von Lehrpersonen im System wirft Fragen nach der Ausgestaltung bestehender Fortbildungssysteme auf. Im Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) wurden fachwissenschaftliche Fortbildungsmodule für den Grundschulbereich entwickelt. Im Rahmen eines Dissertationsprojekts wird das Lernen von Lehrpersonen in den Kursen „Stochastik in der Grundschule – Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten“ näher betrachtet. Dabei interessiert besonders, wie unterschiedlich qualifizierte Lehrpersonen ihren Wissenszuwachs einschätzen, was aus der Sicht der Lehrpersonen als bedeutsam für den Wissenszuwachs erachtet wird und welche Veränderungen in den Denkweisen und Handlungen durch sie beschrieben werden. Im Vortrag werden erste Ergebnisse vorgestellt und diskutiert, wie die Heterogenität einer Gruppen als Chance für Lern- und Unterrichtsentwicklungsprozesse begriffen und genutzt werden kann.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
Festkolloquium anlässlich der Verabschiedung von Heinz Laakmann
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
30.11.2017
16:30
Frau Prof. Dr. Bärbel Barzel
Universität Duisburg-Essen
Vom Mehrwert des Rechnereinsatzes & anderen Werten

Zusammenfassung


Der Einsatz digitaler Werkzeuge hat im Mathematikunterricht eine lange Tradition. Geometriesoftware, Funktionenplotter, Tabellenkalkulation, Computeralgebra wurden mit innovativen Ansätzen in den 90er Jahren durch engagierte Lehrkräfte exploriert, viele gewinnbringende Unterrichtsszenarios kreiert und einige Ansätze auch genauer erforscht. So weiß man um Wege, die einen Mehrwert für das Lernen von Mathematik darstellen können. Deshalb sollte ein sinnvoller Einsatz von digitalen Werkzeugen heute eigentlich zum Standard gehören, vor allem da die Werkzeuge inzwischen überall und jederzeit verfügbar sind. Aber leider hat sich das notwendige didaktische Geschick und Wissen nicht genauso schnell verbreitet wie die Technologie. Welche Werte hier auf Lehrerseite notwendig wären und welche Werte auf Schülerseite angeregt werden müssten, ist Inhalt des Vortrags.
[Abstract]

-
E28, Mathematikgebäude Erdgeschoß
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
07.12.2017
16:30
Frau Lis Reusser
Pädagogische Hochschule Bern (CH)
Rechenschwache Schülerinnen und Schüler erfassen und fördern

Zusammenfassung


Damit bei Schülerinnen und Schülern mit Rechenschwierigkeiten eine sinnvolle Förderung durchgeführt werden kann, müssen die Schwierigkeiten zuerst genau erfasst werden. Es gibt auf dem Markt eine zunehmende Fülle an Tests zur Diagnostik von „Dyskalkulie“. Doch was messen diese Tests tatsächlich und worauf gilt es bei der Wahl eines Erfassungsinstrumentes zu achten? Des Weiteren werden wichtige Grundsätze für die Förderung von rechenschwachen Schülerinnen und Schülern diskutiert. Dabei wird auch ein kritischer Blick auf die Ansätze der Neuropsychologie und der Lerntherapie geworfen. Benötigen rechenschwache Schülerinnen und Schüler vor allem gute Merkstrategien und ein intensives Übungsprogramm, oder bringt sie das Nachdenken über mathematische Strukturen und Zusammenhänge, das Aufbauen und Aktivieren von Vorstellungen und das Anwenden von Gelerntem in unterschiedlichen Kontexten weiter?
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
11.01.2018
16:30
Herr Dr. Axel Schulz
Universität Bielefeld
Orientierung am Zahlenstrahl – Strategien und Verständnis

Zusammenfassung


Der Zahlenstrahl ist eines der wichtigsten und gebräuchlichsten Werkzeuge beim Mathematiklernen und im Mathematikunterricht. Zudem ist der (leere) Zahlenstrahl eines der gebräuchlichsten Mess-Werkzeuge, wenn es darum geht, die Zahlvorstellung von Kindern und Erwachsenen zu erfassen und zu beschreiben. Nur wenig Aufmerksamkeit hat in diesem Zusammenhang das strategische Vorgehen von Schülerinnen und Schülern erfahren, weshalb das im Vortrag vorgestellte Forschungsprojekt seinen Fokus auf die Prozesse beim Lösen von Aufgaben am Zahlenstrahl legt. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die Rolle des Zahlenstrahls als Lern- und als Messwerkzeug, über Folgerungen für das Projekt und Einsichten in erste Ergebnisse.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
18.01.2018
16:30
Frau Prof. Dr. Eva Müller-Hill
Universität Rostock
Nomisches mathematisches Erklären-warum in Problembearbeitungsprozessen von Lernenden

Zusammenfassung


Im Vortrag wird vorgestellt, wie sich Erklärsequenzen in Interaktionsprozessen von Mathematik-lernenden im Sinne des in (Müller-Hill 2017a) entwickelten Modells nomischen mathematischen Erklärens identifizieren und analysieren lassen. Die betrachteten Beispielsequenzen entstammen video-graphierten Problembearbeitungsprozessen, was eine datenbasierte Schnittstelle zwischen mathema-tischem Erklären und Problemlösen schafft: Im Laufe eines mathematischen Problemlöseprozesses werden in der Regel unterschiedliche Erklärhypothesen generiert, gegeneinander abgewogen, weiterverfolgt oder verworfen. Dieses Zusammenspiel wird im Vortrag genauer beleuchtet und auch von theoretischer Seite her aufgegriffen, insbesondere a) unter Rückgriff auf unterschiedliche Abduktionsformen (u.a. Magnani 2001; Baccaglini-Frank 2010) und ausblickartig auch b) mit Blick auf zugrundeliegende basale Vorstellungen von (wissenschaftlichem) Erklären und Verstehen.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
25.01.2018
16:30
Herr Prof. Dr. Werner Blum
Universität Kassel
Mathematikdidaktische Traditionen in Europa – Gibt es strukturelle Gemeinsamkeiten?

Zusammenfassung


Es gibt in Europa verschiedene mathematikdidaktische Traditionen, die unabhängig von allen kulturellen und politischen Unterschieden eine Gemeinsamkeit haben, nämlich das Wort „Didaktik“ (didactiek, didactique, didáctica, didattica, didaktika, dydaktyka), während im angelsächsischen Bereich von „Education“ die Rede ist. Bezugnehmend auf den Thematic Afternoon bei ICME-13 in Hamburg, Juli 2016, wird der Frage nachgegangen, ob es weitere, inhaltlich substantielle Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Traditionen gibt. Im Vortrag werden anhand von Beispielen aus vier Ländern (Frankreich, Italien, Niederlande und Deutschland) einige solche Gemeinsamkeiten herausgearbeitet. Eine dieser Gemeinsamkeiten ist die wichtige Rolle von Theorien des Lehrens und Lernens, eine andere die Rolle von Designaktivitäten. Entsprechende Beispiele aus Schweden und Tschechien werden die Ausführungen abrunden.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage
-
Im Rahmen des Mathematikdidaktischen Kolloquiums
01.02.2018
16:30
Frau Prof. Dr. Elena Nardi,
University of East Anglia (NO)
Researching the discourses of university mathematics: The potentialities and challenges of the commognitive approach

Zusammenfassung


In this seminar I will outline the main tenets of the commognitive approach and I will exemplify its application in studies that investigate the learning and teaching of mathematics at university level. Following an overview of such applications, I will focus on two projects that I am currently involved in which explore commognitive conflicts often occurring in the early stages of students’ study of mathematics at university. One concerns students’ and lecturers’ assessment discourses in the context of a mathematics undergraduate programme. The other concerns teaching mathematics to non-specialists and focuses on the use of mathematical modelling to improve students’ competence and confidence in – as well as appreciation of – mathematics in their discipline (in this case: biology). Data include lecturer interviews and student examination scripts in the first example project, and video-recording of teaching sessions in the second.
[Abstract]

-
M433, Mathematikgebäude 4. Etage